Urlaub in Saarbrücken: Prolog

Diese Worte schreibe ich in der Gewiss­heit, dass sie jetzt doch nicht meine letz­ten sein wer­den. Ich sitze auf dem Bei­fah­rer­sitz unse­res Gelän­de­wa­gens, wäh­rend wir uns durch die öde Land­schaft süd­lich von Saar­brü­cken bewe­gen. Wir wir­beln viel Staub auf, aber darum machen wir uns gerade keine Sor­gen. Die MET ist damit beschäf­tigt, nörd­lich von uns dafür zu sor­gen, daß die Kon­zerne auch alle brav zuein­an­der sind; sonst wird uns kei­ner mehr behelligen.

Sollte es doch noch leicht­sin­nige Stra­ßen­räu­ber geben, naja, wir haben alle keine Lust mehr, noch freund­lich zu sein. Wir wol­len nach Hause.

Unsere Mis­sion hier war erfolg­reich, und ent­ge­gen mei­ner Erwar­tun­gen leben wir alle noch. Und sobald wir sicher im LKW nach Zwei­brü­cken unter­wegs sind, kön­nen wir uns dar­auf freuen, mit gut gefüll­ten Taschen aus der Son­der­rechts­zone Saar-Lorraine-Luxembourg zurückzukehren.

Wer die­ses Vor­wort liest wird sich natür­lich fra­gen, wovon ich hier erzähle.

Mein Name ist Michael Amsen — zumin­dest steht dies so auf mei­ner aktu­el­len SIN. Mei­nen ech­ten Namen werde ich für mich behal­ten. Wer will, darf mich Mus­pel nen­nen. Der Name ist im Schat­ten noch recht unbe­kannt. Das wird sich aber ändern, sobald die Leute Wind davon bekom­men, was wir abge­zo­gen habe.

Ich bin ein Shado­wrun­ner. Ich erle­dige die Auf­träge, wo die gro­ßen Kon­zerne es sich nicht leis­ten kön­nen, invol­viert zu sein. Sabo­tage, Spio­nage, Ent­füh­rung, Ermor­dung — das ist mein Metier.

Und somit kom­men wir auch zu der Geschichte, die ich hier ver­su­chen werde, zu reka­pi­tu­lie­ren. Natür­lich ist diese Geschichte nur so gut, wie mein Gedächt­nis mir erlaubt. Auch wenn ich inzwi­schen rei­fer bin, so werde ich doch einige der Bei­spiele mei­ner Unreife in mei­ner Erzäh­lung auf­be­wah­ren. Viel­leicht amü­siert es den ein oder anderen.

Aber ich schweife ab. Es fing alles an einem lauen Herbst­abend im Sep­tem­ber 2070 an, als ich von mei­nem Schie­ber eine inter­es­sante Nach­richt erhielt…

About towo
towo has been writing stuff on the Internet on and off for years. He also thinks that author blurbs are silly.

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