ydal

Minecraft

[An English ver­sion might fol­low later, if I can be bug­ge­red to cough up a working multi-language solution.]

Nicht gerade wenige wer­den sich noch an ihre Kind­heit zurück­er­in­nern kön­nen. Ins­be­son­dere an das, womit man sich so damals die Zeit ver­trie­ben hat, klein und unschul­dig wie man war.

Und bei vie­len der Leu­ten, die sich dran erin­nern, wird hof­fent­lich das Wort “Lego” sofort Asso­zia­tio­nen wecken. Nicht nur im Kon­text von “Din­ger, auf die man drauf­tram­pelt” son­dern auch “etwas, womit ich frü­her gespielt habe”.

Sollte jemand das nicht sagen kön­nen, dann muss er viel­leicht gar nicht weiterlesen.

Wie der Titel schon sagt: Es geht um Mine­craft. Und Mine­craft ist sowas wie das Lego von heute. Zwar digi­tal, am Com­pu­ter, und nicht wirk­lich zum anfas­sen und eigent­lich sogar sehr beschränkt — doch kit­zelt es genau die sel­ben Ner­ven wie unser belieb­tes Lego früher.

Mine­craft ist gerade recht hoch ange­sagt, zumin­dest in gewis­sen Krei­sen, und viele wer­den heut­zu­tage nicht drum­herum kom­men, von die­sem komi­schen Spiel zumin­dest mal gehört zu haben.

Die Prä­misse ist ein­fach: Man ist, und man kann machen. Mehr Story braucht’s nicht. Das Spiel (in sei­ner aktu­el­len Fas­sung) wirft einen ein­fach vor voll­en­dete Tat­sa­chen, mit einer mini­ma­len Anlei­tung in Form einer ein­stell­ba­ren Tas­ten­be­le­gung. Sprich wie Lego ohne Bauanleitung.

Ent­we­der erschließt man es sich müh­sam selbst, oder man guckt im Inter­net nach, oder (wie die meis­ten) hat’s mal irgendwo gese­hen: man kann diese komi­schen Blö­cke, aus denen die Welt besteht, kaputt­schla­gen, und dann kann man meist die Blö­cke sel­ber auf­neh­men. Und dann wie­der wo hin­set­zen. Wenn man etwas wei­ter nach­schlägt, fin­det man her­aus, daß man zum Bei­spiel Holz zu einer Werk­bank zusam­men­set­zen kann, mit der man dann tol­lere Sachen in einem 3x3-Raster zusam­menkli­cken kann.

Bis­her ist das alles noch nicht viel, aber da oben in der Ecke steht ja auch noch “alpha”.

Und was ist jetzt so “toll” dran, daß alle davon schwärmen?

Ganz ein­fach: das Spiel ist Sand­kas­ten pur.

Ohne ein Ziel gibt es nichts, was einem vor­schreibt, wie man Han­deln muss. Man kann in dem Spiel ster­ben, aber das ist nicht das tra­gischste Ereig­nis aller Zei­ten — man ver­liert nur sein gesam­mel­tes Hab und Gut, wel­ches man mit sich führte.

Man kann erkun­den gehen, und merkt, daß man immer wei­ter erkun­den kann. Es gibt also keine bestimmte Land­schaft zu erkun­den, son­dern das Spiel macht ein­fach immer wei­ter Land­schaft, wenn man von der bis­her Bekann­ten weg­geht. Also auch hier kein Ziel — selbst wenn der Weg Spaß macht.

Also bleibt einem eigent­lich nur eines: den eige­nen Drang zu erfül­len, sich sel­ber für etwas auf die Schul­ter klop­fen zu kön­nen. Und so fängt man an mit Bauen. Man sta­pelt Blö­cke auf­ein­an­der — meis­tens erst­mal in einer Art Haus oder Höhle. Man fin­det her­aus, daß böse Vie­cher einem Böses wol­len, und gestal­tet dann die eigene Hei­mat so, daß sie es nicht mehr kön­nen. Und stakst über­all Fackeln hin.

Und so geht das wei­ter. Das Haus wächst, man baut in den nächst­ge­le­ge­nen Berg oder Hügel rein, hölt ihn aus, oder fin­det even­tu­ell ein Höh­len­sys­tem. Man sucht es nach Res­sour­cen ab, fin­det wel­che, und macht sich bes­sere Werk­zeuge. So ein klei­nes biss­chen wie Leben halt.

Aber auch da stellt sich nach der Weile ein “wofür” ein. Ein­fach nur immer wei­ter Hor­ten und Sam­meln führt zu nichts. Dann hat man nach­her ganz viele volle Kis­ten, und das war’s.

Nun — will­kom­men in der mensch­li­chen Natur: jetzt wird erschaf­fen. Man baut nicht nur Häu­ser, son­dern man baut inter­es­sante Kon­struk­tio­nen (die momen­tan lei­der eher nicht “wag­hal­sig” sein kön­nen, aber das ändert sich wahr­schein­lich noch). Man steckt Auf­wand und Lie­bes­mühe her­ein, um etwas zu basteln.

Zum Bei­spiel hat man dann irgend­wann über Seen und Flüsse erkun­det und fin­det das ganze Stap­fen durch die Pampa müh­se­lig. Und dann fängt man wie der Autor an, sich eine eigene Weg­ter­asse zu errichten.

A screenshot of Minecraft, showing a player-built highway.

Baby steps

So muss man dann nicht mehr müh­se­lig durch die Land­schaft stap­fen, und hat auch noch was schö­nes gemacht dabei, da es bei Nacht so schön leuchtet.

Ande­ren Leu­ten wie­derum ist sowas nicht genug, und sie set­zen da noch Schie­nen drauf, und erstel­len einen fast kolos­sa­les Bahn-Projekt.

Und das ist der Punkt, wo es anfängt: der kleine Größenwahn.

Frü­her als Kind hatte man nur eine begrenzte Anzahl Lego­steine, mit denen man irgend­was bas­teln könnte. Wenn man einem Kind aber einen unend­li­chen Vor­rat an Lego­stei­nen geben würde und es eine Weile allein lässt — dann sollte man sich nicht wun­dert, wenn man einen Wol­ken­krat­zer im Gar­ten hat.

Das Spiel setzt genau da an, wo nicht wenige Men­schen anfäl­lig sind: der Bas­tel­trieb. Man erschafft etwas, und sieht das Resul­tat vor sich ent­ste­hen, und irgend­was in einem wird ruhig, gelas­sen, und glück­lich. Und man macht wei­ter, und merkt gar nicht, wie man sich dadrin ver­liert. Das kleine OCD für Jedermann.

Und alles wächst. Ehe man sich ver­sieht, hat man impo­sante Groß­pro­jekte geschaf­fen. Andere machen Trai­ler, die einen quasi mit dem Sucht­po­ten­tial des Spie­les locken. Grup­pen von Nut­zern bauen mal eben die ganze Welt von Bio­s­hock mög­lichst detail­ge­treu nach.

Man sucht wei­ter herum, auf YouTube, bei Google, in irgend­wel­chen Foren und auf ein­mal auch in der Twit­ter­ti­me­line bei Leu­ten, wo man es nie erwar­tet hätte. Und alle bas­teln irgend­was. Viele auch am Spiel sel­ber. Es hat ein biss­chen was von der Maker­be­we­gung, nur, daß statt hand­fes­ten Objek­ten Pixel­werke geschaf­fen werden.

Ist dies schlech­ter? Nein. Macht es Spaß? Hell yeah.

Versuch’s selbst.

Samsung SyncMaster T240HD review

Samsung Syn­c­Mas­ter T240HD

A good, usa­ble com­pu­ter dis­play with nice cable con­nec­tivity and a few chinks.

I recently recei­ved my new Samsung Syn­c­Mas­ter T240HD. It repla­ced my old Samsung Syn­c­Mas­ter 206BW as my main moni­tor, dele­ga­ting the other one to the sidelines.

Unpacking the Syn­c­Mas­ter gives the main screen, some cab­ling (D-Sub and HDMI, though no DVI cable was inclu­ded in my set), manu­als, dri­ver CD, remote con­trol (with bat­te­ries), and the moni­tor stand. There, the typi­cal Samsung stand design was evi­dent: a base plate that’ll be atta­ched to the neck of the stand with a hin­ged screw.

Dif­fe­ring from nor­mal stands, though, is that there is no way to com­ple­tely and secu­rely attach the neck to the screen. The screen is just plug­ged on top of the neck and left that way. The instruc­tion book­let even has a nice “don’t put it ups­ide down, or it will fall off” graphic.

From a dis­play view­point, there’s not really much to bicker about it: 1920×1200, 5ms reac­tion time. Works well with ever­y­thing; there’s lots of con­nec­tivity, fac­ing strai­ght back out (instead of down): DVI, D-Sub, Com­po­site, HDMI, SCART, coaxial input, 3.5mm audio input and opti­cal audio out­put. At the side, there’s an addi­tio­nal HDMI in, a Com­mon Inter­face slot, and a head­phone exit.

The MagicB­right set­tings (which allow you to adjust satu­ra­tion, bright­ness, etc.) are all quite intui­tive. The only fea­ture that –by design– just doesn’t really work for me is the Dyna­mic Con­trast set­ting. The only situa­tion where this might work is when purely using Office app­li­ca­ti­ons and brow­sers; if you ever watch a movie or play a game, it gets irri­ta­ting as hell when the screen chan­ges it set­tings as soon as the over­all bright­ness changes.

Also inclu­ded in the screen is a TV tuner; it comes wit­hout an antenna, so you’ll need to eit­her hook up an aerial (via Com­mon Inter­face) or a coaxial cable. After that, the auto­ma­tic chan­nel search works like a charm, and after that, you’ll have an alpha­be­ti­cally sor­ted list of channels.

Of course, the main pro­blem here in Ger­many is that most chan­nels don’t carry HD, so you end up having to sit quite a bit away from the screen as to not make the image look like some­thing from times past.

The other, much big­ger, pro­blem is the dimi­nui­tive and under­si­zed speakers. Fiddling with the equa­li­zer alle­via­tes the pro­blem slightly, but it still sounds rather tinny, espe­cially if you’re used to eit­her a 5.1 sys­tem or just a good tele­vi­sion set.

Ano­ther slight bug with the speaker out­put is that I pro­bably have some cable inter­fe­rence close to it which will make the speaker emit a buz­zing noise. Swit­ching to the exter­nal speakers (or to the TV and back to exter­nal if alre­ady on exter­nal) will cure the pro­blem, but it has to be done every time after the moni­tor was tur­ned off.

From a design view­point, thi moni­tor is quite nice: there’s the lac­que­red appearance with a tint of red, and a trans­pa­rent cover that stands out on the upper and lower edges. The active LED is a little fleck of colour at the bot­tom right hand side, and not as actively annoy­ing as most other sta­tus indi­ca­tors. The con­trol but­tons are pla­ced off the right hand side, which is a bit of a dredge to get used to. I ended up using the remote for everything.

In regard to the moun­ting and foot opti­ons, it’s a bit low on fea­tures. The only thing it allows is to swi­vel the dis­play on the base. There is also no inte­gra­ted VESA wall moun­ting, but there is an adap­ter plate to create VESA compatability.

Over­all, it has a few kinks, but con­side­ring the price, it is a very good set.

My rating:4.0 stars
****

“Für ein Morgen in Freiheit”

Deutsch

Unter die­sem Motto führ­ten diverse Grup­pie­run­gen am Sams­tag, den 15. März 2008, eine Demons­tra­tion in Köln gegen den zuneh­men­den Über­wa­chungs­wahn in unse­rer Gesell­schaft durch. Der Pro­test rich­tete sich gegen die aus­ufernde Über­wa­chungs­ge­sell­schaft, in die unser Staat zu ver­fal­len scheint: Vor­rats­da­ten­spei­che­rung, Über­wa­chung des öffent­li­chen Rau­mes, der prä­ven­ti­ven Online-Hausdurchsuchung und ähnli­che Kon­zepte, die das Grund­recht der Pri­vat­sphäre, Schutz des eige­nen Hau­ses sowie andere Rechte ein­schrän­ken bis ad absur­dum führen.

Nach einer Anfangs­kund­ge­bung mit tat­kräf­ti­ger Unter­stüt­zung von Klaus dem Gei­ger ging es auf Demons­tra­tion quer durch die Köl­ner Innen­stadt, unter ande­rem vor­bei am Rat­haus, Gür­ze­nich, und Neu­markt und der west­li­chen Innen­stadt, um sich zur Abschluss­kund­ge­bung wie­der auf dem Ron­cal­li­platz ein­zu­fin­den. Die Demons­tra­tion ver­lief trotz Befürch­tun­gen man­cher fried­lich, und es kam mei­nes Wis­sens nicht mal zu einer Verhaftung.

Zu den betei­lig­ten Grup­pen zähl­ten neben Partei(jugenden) von Lin­ken, Grü­nen und Pira­ten­par­tei auch Grup­pen wie der Arbeits­kreis Vor­rats­da­ten­spei­che­rung, dem Foe­BuD, des Chaos Com­pu­ter Club Colo­gne und ande­rer Grup­pie­run­gen. Eine genaue Liste der Betei­lig­ten fin­det sich auf der Web­seite der Demons­tra­tion.

Neben den offi­zi­el­len Betei­lig­ten tauch­ten auch noch Grup­pen mit ver­wand­ten Zie­len auf, die der Demons­tra­tion beiwohnten.

Ich war auch vor Ort und machte flei­ßig Pho­tos.

Die Medi­en­re­ak­tion ist lei­der, trotz star­ker Prä­senz von Fern­seh­ka­me­ras, eher gedämpft.

 

English

“Für ein Mor­gen in Frei­heit” — “for a tomor­row in free­dom” — was the motto of a demons­tra­tion that took place on Satur­day, March 15th 2008, in Colo­gne. This demons­tra­tion was aimed at the new govern­ment policy of endor­sing methods of citi­zen sur­veil­lance like data reten­tion, digi­tal search war­rants and public video sur­veil­lance, which end­an­ger fun­da­men­tal civil rights or even lead them ad absurdum.

After a initial pro­cla­ma­tion on the Ron­cal­li­platz, with the help of renow­ned street musi­cian “Klaus der Gei­ger”, the march through most of Cologne’s city centre star­ted, even­tually pas­sing import­ant pla­ces like city hall, Gür­ze­nich, Neu­markt and most of the shop­ping areas. The pro­ces­sion ended back at the Ron­cal­li­platz with a clo­sing pro­cla­ma­tion, top­ping off an all­to­ge­ther peace­ful demonstration.

Par­ti­ci­pa­ting groups inclu­ded several par­ties (Linke, Grüne, Pira­ten­par­tei) as well as grou­pings like the Arbeits­kreis Vor­rats­da­ten­spei­che­rung, the Foe­BuD and the Chaos Com­pu­ter Club Colo­gne. A full list of par­ti­ci­pants can be found on the demons­tra­tion home­page (sorry, only in Ger­man).

I was also at the demo and busied mys­elf with pho­to­graphs.

Categories

Werbung

Lifestream

  • Spot the nerd. @ SIGINT 2012 | Café http://t.co/9mVhGtvr [towo]
  • "And that’s using German, a language so closely related to English that if they were people, it would be illegal for them to get married." [towo]
  • "Ich hab mal gesagt, daß die ihren 750W-Wasserkocher nicht neben ihren Laptop einstecken sollen." "Wieso, die Laptops haben doch Akku." [towo]
  • RT @PylonC: "Beware Köln" http://t.co/FYggj81Z [towo]